Das Portrait
Wem du an diesem Tag begegnest
Belladonna, die Tollkirsche … oder die Königin der dunklen Wälder weiß, dass Bäume Menschen sind.
Die auch als Wolfsbeere, Schwindelkirsche oder Wutbeere bekannte Pflanze wurde bereits im Mittelalter zur Krampflösung und Bewusstseinsveränderung eingesetzt und findet bis heute in der Augenheilkunde zur Erweiterung der Pupillen Anwendung.
Belladonna, die „schöne Frau“, die junge Hexe, an der sich ihre Umgebung entzündet. In mittelalterlichen Liebeszaubern spielte die Tollkirsche eine zentrale Rolle. In den Folterkellern der Inquisition wurde sie verabreicht, um die Frauen ihren Bund mit dem Teufel gestehen zu lassen.
Das Belladonnakind hat Angst im Dunkeln, nimmt es dort doch viel mehr wahr als andere, sieht es mit seinen großen Nachtschattenaugen in eine andere Welt, deren Tür uns ansonsten oft nur das Fieberdelir zu öffnen vermag.
Die Tollkirsche entzündet: das Fieber, den Tanz, die Vorstellungskraft, das sexuelle Verlangen, sich selbst. Sie tanzt mit dem Feuer, das sie in sich trägt, und lebt eine eigene Wahrheit von Moral und Lebendigkeit. Wir dürfen uns von ihr erinnern lassen: an unseren Feuertanz, an die Art von Moral, die der Lebendigkeit statt der Unterdrückung dient, an die Ent-Zündung unserer Hexenkraft und die liebevolle Annahme unserer Nachtschatten.
Text: Hannah Lettmann
Wir stehen im Feuer
Wir stehen im Feuer und lassen alles abbrennen, was nicht länger zu uns gehört; die Transformationskraft des Fiebers lässt unsere ICH-Kraft ihre Wurzeln tief und unverwirrbar in dieses Leben graben.
Als Akutmittel ist Belladonna vor allem bei hohem Fieber und pulsierender Röte bekannt. Besonders bei Kindern können wir den Transformationseffekt des Fiebers gut beobachten: Nach durchgemachtem Fieber folgt der nächste Meilenstein der Entwicklung sofort.
Belladonna als homöopathisches Mittel trägt diese Qualitäten — und noch mehr — in sich, und wir können uns durch die Verreibung mit ihnen verbinden, uns erinnern und uns den Weg mit und zu uns selbst ein weiteres Stück ebnen.
Text: Hannah Lettmann
Die Einladung
Was an diesem Samstag geschieht
Ganz provokativ sage ich „HeXXenprozeß“ und öffne einen Raum für einen Prozeß, der eine Begegnung mit den fünf großen magischen Pflanzen der europäischen Hexenüberlieferung enthält.
Wir, das ist der Pflanzengeist, das bist Du und das bin ich, Frank Thomaschewski, Mensch, schamanischer Lehrer, Räucherheilkünstler und Alchimist des Lebens.
Alle Tagesworkshops können unabhängig voneinander in Deinem ganz persönlichen Tempo besucht werden.
Wir arbeiten in einer schamanischen Trancereise mit dem Konzept des Guten Ortes und verreiben anschließend unser homöopathisches Mittel eigenhändig von Hand bis zur Potenz C4 — unter Anleitung, mit genug Mörsern für alle. Nach einer Pause potenzieren wir weiter, nicht durch Verschütteln, sondern in einer zweiten Trancereise mit Krafttieren, Geisthelfern und den Zeitgöttern Kairos, Chronos und Äon.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer nimmt am Ende des Tages das eigene Mittel mit nach Hause.
Getränke und Pausensnacks sind enthalten. Alle Materialien und Werkzeuge werden gestellt. Der Termin der kommenden Staffel wird bekanntgegeben.
Deva Belladonna & Frank ThomaschewskiHüter des HeXXenprozeßes und Botschafter des nordischen Mysteriums
Zur Einordnung. Die Pflanzen dieser Reihe sind hochgiftig, der Fliegenpilz ist psychoaktiv. Gearbeitet wird ausschließlich mit homöopathisch verriebenen Zubereitungen unter Anleitung; es wird nichts roh eingenommen und nichts zubereitet, was zu Hause nachgemacht werden soll. Die Arbeit ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, und es wird kein Heilerfolg versprochen.